


| Das Wirbelgruppenverhalten nach Lovett und Fryette und ihre Bedeutung für die Verriegelungstechniken in der Manuellen Therapie |
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Das Wirbelgruppenverhalten nach Lovett und Fryette und ihre Bedeutung für die Verriegelungstechniken in der Manuellen Therapie Cord Reck, Hamburg Zusammenfassung: Die Literatursuche zu diesem Thema gestaltete sich als schwierig und ich hätte mehr Ergebnisse bei Lovett und Fryette und deren Wirbelgruppenverhalten erwartet. Auch zu den Verriegelungstechniken und deren theoretischen Hintergrund fand ich in den gängigen Suchmaschinen keine Hinweise. In der Literatur wird teilweise auf die Verriegelungstechniken eingegangen, teilweise werden nur die Behandlungstechniken gezeigt. Nur Neumann beschreib, dass die „Bewegungsregeln in der täglichen Praxis große Bedeutung“ haben. Dies begründet er damit, dass die Verrieglung entgegengesetzt zum physiologischen Bewegungsmuster erfolgt (wie unter nie-dominante Verriegelung erläutert). In der Diskussion wurde gezeigt, dass nicht davon ausgegangen werden kann, dass die Gesetze und Regeln von Lovett und Fryette auf jede Wirbelsäule zu treffen. Es kann also nicht davon ausgegangen werden, dass die physiologische Bewegungskombination bei jeder Wirbelsäule dieselbe ist. Trotzdem ist Neumanns Aussage in dem Sinne haltbar, dass der Therapeut die Wirbelsäule in eine verriegelte Position zwingt. Aber die Bewegungsregeln haben keine Bedeutung für die Praxis, da der Therapeut die Bewegung ausführt. Trotzdem kann das Ergebnis dieser Facharbeit als erreicht angesehen werden, da durch die zitierten Studien erkennbar ist, dass Lovett und Fryette nicht in allen Bereichen der Wirbelsäule haltbar sind. Wie gezeigt wurde bestehen berechtigte Zweifel über die Allgemeingültigkeit der Regeln von Lovett und Fryette ab Th4 caudalwärts. Die Wirbelsäulenbiomechanik unterliegt so vielen unterschiedlichen Einflüssen, wie z.B. der Form und Ausprägung der Gelenkfacetten oder den im Laufe des Lebens entwickelten Bewegungsverhalten, dass sich die Kombinationsbewegungen der Wirbelsäule nicht in starre Regeln pressen lassen. Herauszustellen ist, dass die Verriegelungstechniken nicht mit den Regeln von Lovett und Fryette zu erklären sind, sonder durch die Einstellung des Therapeuten entstehen, d.h. die Wirbelsäule wird durch den Therapeuten in eine bestimmte Stellung gezwungen. Der Therapeut stellt die Lateralflexion und Rotation ein, nicht die Wirbelsäule. Hierdurch wird auch deutlich, wie wichtig eine genaue Untersuchung des Therapeuten ist. Alle Bewegungsrichtungen müssen untersucht werden, um die Dysfunktion zu erkennen. Es wäre fahrlässig, sich auf Gesetzmäßigkeiten zu verlassen und die eigene Untersuchung dadurch zu verkürzen. Denn wie gezeigt wurde, verhält sich jede Wirbelsäule individuell unterschiedlich. |